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 Foto: Crönlein/GBS News-Online
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Eisenbahnfreunde Treysa: Jung-Lok vor der Schrottpresse bewahrt
Tag der offenen Tür im Bahnbetriebswerk

18.08.2019
TREYSA
(red/kec) Am vergangenen Sonntag luden die Eisenbahnfreunde Treysa zum "Tag der offenen Tür im Bahnbetriebswerk" ein. Das Besondere an diesem Tag war die Vorstellung der Jung-Lok, die vor dem Schrottplatz gerettet wurde.

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Neben der Fahrzeugausstellung, Modellbahnanlage der IG Modellbau Stadtallendorf in Baugröße H0 und Draisinenfahrten wurde auch die vereinseigene Jung-Lok vorgestellt. Nachdem der Besitzer der "Sammler- und Hobbywelt" in Alten-Buseck verstorben ist, schloss das Museum im September 2018. So konnten die Eisenbahnfreunde Treysa die Jung-Lok vor dem Schrottplatz bewahren. Für eine vierstellige Spende ging die Lok in das Eigentum des Vereins über. Die Lok ist von der ehemaligen Firma Jung in Jungental gebaut worden, wiegt knapp 50 Tonnen und kann 60 Stundenkilometer fahren. Sie wird dieses Jahr 60 Jahre. "Jetzt fehlen uns die richtigen Schrauber, die sich um die Lok kümmern, damit sie wieder richtig läuft", sagt uns der 1. Vorsitzende André Heide. Der Motor war früher für Ausstellungszwecke ausgebaut. André Heide: "Dadurch hat er auch überlebt und dreht sich auch." Nun muss alles wieder zusammengebaut und vervollständigt werden.

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Doch ganz so einfach war die Überführung nicht, denn den Motor gab es nur im ausgebauten Zustand dazu. Die Lok konnte nicht auf dem Schienenweg transportiert werden, also musste eine Schwertransport-Spedition her. "Das waren mehrere Tausend Euro", so André Heide. So um die 7.000 bis 10.000 Euro, sagt uns der 1. Vorsitzende. Das ist aber noch nicht alles. "Man benötigt auch die ganzen Sondergenehmigungen und die Polizei dazu", sagt André Heide. Der Verein habe die Lok erst einmal gesichert. André Heide: "Wir alleine schaffen das von der Men-Power nicht. Das ist ein Projekt für die Zukunft, also für neue Leute, die mal was Besonderes machen wollen. Diese Leute sind herzlich eingeladen, sich diesem Projekt zu widmen."

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Ein Vereinsmitglied sagte uns, die Historische Eisenbahn Frankfurt, ein Eisenbahnverein wie die Eisenbahnfreunde Treysa auch, hatten eine Schnellzugdampflokomotive 01 118 gehabt. Diese sei vor rund 10 Jahren an einen Privatmann verkauft worden. Diese Lok sei zwei Jahre vor gültigen Fristen in den Privatbesitz übergegangen. Nun gäbe es im Netz und in der Gemeinde der Eisenbahnfreunde einen großen Aufstand, dass diese schöne betriebsfähige Lok wegkommt. Diese Leute, die gerne hätten, dass eine Lok betriebsfähig bleibt, würden die Eisenbahnfreunde Treysa bekommen. Diese Leute könnten sich dann an der Dampflok 52 8106 betätigen. Wer dazu bereit ist, der kann sich bei den Eisenbahnfreunden in Treysa melden.

Neben den großen Fahrzeugen war auch eine Modelleisenbahn in der Baugröße H0 aufgebaut. So konnte jeder einmal am Pult kleine Züge fahren lassen. Neben Kaffee, Kuchen, Würstchen und Getränke gab es noch ein Glücksrad für die Kinder.

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Kleine, aber auch große Eisenbahnfans konnten mit einer Draisine mitfahren. Hier war pure Muskelkraft gefragt. Doch bevor man die Draisine bewegen durfte, gab es noch eine Sicherheitseinweisung. Das Wichtigste sei immer das Festhalten. Die Draisine, die an diesem Tag in Treysa war, hat eine Zulassung bis 30 km/h. Hierzu braucht es aber vier starke Männer, die richtig Gas geben. Die Draisine, Baujahr 2006, hat ein Leergewicht von 380 Kilo. Sie wurde früher von Streckentechnikern genutzt, wenn eine Strecke neu gebaut wurde, zum Überprüfen, ob beispielsweise die Gleislage stimmt, egal bei welchem Wetter, ob bergauf oder bergab. Die Draisine ist eine Leihgabe, selbst hat der Verein keine.

Neben der Men-Power benötigt der Verein auch finanzielle Hilfen. Denn die Dampflok 52 8106 ist noch nicht fahrbereit. Allein für die Überholung des Fahrwerkes benötigt der Verein rund 250.000 Euro. Diese Arbeiten darf der Verein nicht selbst machen.

Eine Galerie folgt.

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