Foto: Crönlein/GBS News-Online

Erste Fahrradcodierung in Lauterbach ein Erfolg

Auch Corona kann Diebe nicht vor Straftaten abhalten

LAUTERBACH
Am Mittwoch bot die Polizeidirektion Lauterbach kostenlos eine Fahrradcodierung an. Unsere Online-Zeitung hatte im Vorfeld dazu hier aufgerufen. „Wir bieten die Codierung kostenlos den Bürgern an, falls das Gefährt entwendet wird, damit wir das Fahrrad dem rechtmäßigen Eigentümer schneller zuteilen können“, sagte uns Wolfgang Keller von der Polizeidirektion Vogelsberg. Diese Codierung wird absichtlich am Fahrrad kenntlich gemacht, sodass dies den Langfinger abschreckt, den Drahtesel zu stehlen. „Das sind die zwei Hauptgründe, Verhinderung von Diebstählen und die rechtmäßige Zuteilung des Fahrrades. Durch die Nummer lässt sich die Adresse und der Namen herausfinden, wem das Fahrrad gehört“, so Keller.

Was muss der Fahrradbesitzer für die Codierung mitbringen?
Dazu erklärt Wolfgang Keller: „Er muss mitbringen einen gültigen Personalausweis und ein Eigentumsnachweis beispielsweise in Form einer Rechnung. Wenn dies nicht mehr der Fall ist, beispielsweise wenn das Gefährt über eine Auktionsplattform erworben wurde, ist der E-Mail-Verkehr, der zuvor stattgefunden hat, hilfreich. Oder auch den Kaufbeleg von der Abrechnung des Auktionshauses. Das wäre dann für uns ein Eigentumsnachweis.“

Wäre es nicht sinnvoll, bei einem Privatkauf wie bei einem Kfz einen Kaufvertrag zu machen?
Wolfgang Keller beantwortet diese Frage eindeutig mit ja. „Auch gerade in diesem Punkt wäre es wichtig, denn die Fahrräder, die heute verkauft werden, sind gar nicht mehr so günstig. Viele Besitzer kommen heute mit ihren E-Bikes, die teilweise nicht unter 1.000 Euro zu bekommen sind. Schon aus dieser Sicht ist es ratsam, einen Kaufbeleg zu haben. Es ist auch im eigenen Interesse, beispielsweise wegen der Garantie, falls etwas mit dem Rad sein sollte.“

Was wird denn derzeit am meisten gestohlen, E-Bikes oder noch ältere Fahrräder?
Dazu Wolfgang Keller: „Es werden schon noch Fahrräder geklaut. E-Bikes, wenn ich es so aus der Vergangenheit sehe, eigentlich weniger. Die Leute passen anscheinend sehr gut darauf auf und sichern diese mit entsprechenden Schlössern sehr gut. Es sind auch gute Fahrräder, mit denen man gut unterwegs sein kann. Aber sie haben ihren Preis.“

Es ist das erste Mal in Lauterbach
„Wir wollen solche Aktionen auch in Zukunft weiterhin in Lauterbach durchführen. Natürlich werden im Polizeipräsidium in Fulda auch solche Termine angeboten. In diesem Jahr gab es in Fulda und im Hersfelder Raum schon mehrere Aktionen dieser Art. Solche Termine werden wir rechtzeitig in den Medien ankündigen.“

Auch die Nachfrage sei sehr hoch, betont Wolfgang Keller. Deshalb schaut man, ob dieses Jahr, evtl. im Herbst, noch eine Aktion machbar ist. Dabei denkt Keller auch an Alsfeld.

In Zeiten von Corona, wie hat die Polizei diese Aktion geregelt?
„Wir achten natürlich auf die Abstandsregelungen, das ist ganz wichtig und natürlich auch auf den Maskenschutz. Das ist für uns das A und O“, sagt Wolfgang Keller. Alle Besucher mussten sich im Vorfeld anmelden. Für jedes Fahrrad wurde ein bestimmtes Zeitfenster eingeplant, dass eine Vermischung der Interessenten nicht stattfindet. Es hatte jeder seinen festen Termin. Für jedes Fahrrad wurde 10 Minuten Zeit berechnet. Die Anmeldungen wurden telefonisch getätigt.

Foto: Crönlein/GBS News-Online
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