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Unfall in Grebenhain: Die Bergung in der Nacht

Das hätte auch anders ausgehen können

GREBENHAIN
War war geschehen? Ein schwerer Verkehrsunfall beschäftigt die Einsatzkräfte am Donnerstagnachmittag im hessischen Grebenhain. In der Bahnhofstraße kam es zu einem Unfall mit einem Lastwagen (wir berichteten hier). Ein 49-jähriger Lkw-Fahrer aus Schwalmtal verlor die Kontrolle über sein schweres Gefährt, schob zwei parkende Autos weg und kippte anschließend um. Dabei traf der Lastwagen nicht nur einen großen Baum im Vorgarten eines Hauses und mähte ihn nieder, sondern schlug auch im Wohnhaus ein. Insgesamt entsteht ein Sachschaden von 250.000 Euro.

„Das hätte auch anders ausgehen können“, sind die Worte von Mario Henning dem Gemeindebrandinspektor von Grebenhein, als Resümee zu dem Verkehrsunfall der sich einige Zeit vor her ereignet hat.

Das sagen die Zeugen
Anwohner Wilhelm Fischer, der das Geschehen mit eigenen Augen beobachtet hat, äußert sich ähnlich: „Es war Glück, dass niemand hier lief.“ Er stand vor seiner Haustür, als der Lastwagen von oben angerauscht kam, erst ins Schlittern, dann ins Schleudern geriet, anschließend umkippte und das Haus des Nachbarn traf. Wie schnell der Lastwagen war, daran kann sich Wilhelm Fischer nicht erinnern. Thomas Hoffmann hingegen, der mit seinem Sohn vor seiner Firma oben auf der Straße stand, ist hingegen anderer Meinung: „Der Lkw kam von oben angeschossen, hat dann zwei Autos touchiert, ist dann gegen die Hauswand geflogen und danach am Kippen gewesen.“ Szenen die eher an einen Aktionfilm denken lassen, als an einen gemütlichen Sommertag in einer Gemeinde.

Doch keine ungewöhnlichen Bilder für Gemeindebrandinspektor Henning und auch nicht für Thomas Hoffmann, der ebenfalls Mitglied in einer Feuerwehr ist. Deswegen zögert er auch nicht zu helfen: „Da muss man halt Ruhe bewahren.“ Befreien kann Hoffmann den Fahrer nicht und auch die Kollegen von der Feuerwehr haben ihre liebe Mühe, denn der Lastwagenfahrer ist unter dem Führerhaus eingeklemmt. Mittels Hebekissen wird das schwere Gefährt, beladen mit 15 Tonnen Hackschnitzeln angehoben, damit der Rettungsdienst den Verletzten befreien kann. Nach einer Erstbehandlung fliegt ein Rettungshubschrauber den Mann in ein Krankenhaus.

Die eigentliche Arbeit beginnt danach
Für Gutachter und Feuerwehr beginnt die eigentliche Arbeit jetzt erst. Der Sachverständige muss die Unglücksstelle analysieren, um die die Unfallursache herauszufinden. Die Feuerwehr hingegen hat Sorge, dass die Plane des Lastwagens nicht hält. „Dann haben wir das Problem, denn der Lkw hat 15 Tonnen Hackschnitzel geladen. Die Plane ist sehr ausgebeult, deswegen haben wir weiträumig abgesperrt. Wir rechnen jeden Moment damit, dass die Plane nachgibt“, berichtet der Gemeindebrandinspektor. Deswegen wird es für die Feuerwehr wohl auch noch ein schweißtreibender Abend. „Wahrscheinlich werden wir den Lkw räumen müssen, bevor er aufgerichtet wird. Ich denke, da wird es dunkel werden“, so Henning weiter. Abschließend zieht er doch ein positives Feedback: „Das ist Blech- und Personenschaden, aber es ist noch glimpflich ausgegangen“.

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