Symbolfoto: GBS News-Online

Massive Einschränkungen für Hessen

Hessen fährt wegen der hohen Zahl von Corona-Infektionen das öffentliche Leben weitgehend herunter

HESSEN
Heute hat Ministerpräsident Volker Bouffier zusammen mit anderen Länderchefs und Kanzlerin Angela Merkel über weitere Beschränkungen beraten. Folgende Regelungen gelten ab 2. November:

Schulen und Kindergärten:
Schulen und Kindergärten sollen auch im November verlässlich geöffnet bleiben.

Einzelhandel:
Der Groß- und Einzelhandel soll im November offen bleiben. In den Geschäften dürfen sich aber nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter aufhalten. In der Beschlussvorlage des Bundes war ursprünglich von 25 Quadratmetern die Rede gewesen.

Öffentlichkeit und Feiern:
Nur noch Angehörige des eigenen und eines weiteren Hausstandes mit maximal zehn Personen dürfen sich noch gemeinsam in der Öffentlichkeit treffen. Verstöße sollen von den Ordnungsbehörden sanktioniert werden.

Gastronomie:
Gastronomiebetriebe sollen ab 2. November für den restlichen Monat schließen. Davon ausgenommen sind die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause. Kantinen dürfen offen bleiben.

Gottesdienste:
Für Gottesdienste gibt es keine neuen Regelungen.

Hotels und Übernachtungsangebote:
Bund und Länder wollen wegen der weiter steigenden Corona-Infektionszahlen touristische Übernachtungsangebote im Inland im November verbieten. Diese dürften nur noch für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen gemacht werden. 

Freizeiteinrichtungen und Unterhaltung:
Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen, werden im November deutschlandweit weitgehend untersagt. Es sollen Theater, Opern oder Konzerthäuser vom 2. November an bis Ende des Monats schließen. 

Sport:
Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder werden geschlossen. Der Amateursportbetrieb wird eingestellt, Vereine dürfen entsprechend auch nicht mehr trainieren. Der Profisport wird im November nur noch ohne Zuschauer zugelassen. Das gilt auch für die Fußballbundesliga. Die Regelung betrifft auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb. Der Individualsport soll ausgenommen werden.

Home-Office:
Bund und Länder fordern die Unternehmen angesichts hoher Corona-Infektionszahlen eindringlich auf, Home-Office zu ermöglichen – wo immer dies umsetzbar ist.

Hilfe für Unternehmen:
Für Unternehmen, die von den Schließungen betroffen sind, soll es milliardenschwere Nothilfen geben. Erstattet werden sollen Umsatzausfälle, die Finanzhilfe soll ein Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro haben. Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern und Solo-Selbstständige sollen 75 Prozent des Umsatzausfalls ersetzt bekommen. Für größere Unternehmen werden die Prozentsätze nach europäischen Vorgaben zum Beihilferecht bestimmt.

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