Symbolfoto: GBS News-Online

Bundespolizei: Danke an mutigen Soldaten

Soldat schritt sofort couragiert ein – Gaffer halfen nicht, sie filmten lieber

KASSEL / FULDA
Weil er Ende Oktober im Bahnhof Fulda einen Straftäter überwältigt und bis zum Eintreffen der Bundespolizei festgehalten hat (wir berichteten hier) , wurde einem 26-Jährigen Soldaten nun durch die Bundespolizei gedankt.

Der Obergefreite war am Abend des 29. Oktober 2020 von Thüringen Richtung Südhessen unterwegs. Als er in Fulda umsteigen musste, wurde er Zeuge einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Der Soldat schritt sofort couragiert ein. Er stoppte einen 21-Jährigen Schläger und hielt diesen bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest.

Dieses vorbildliche Verhalten nahm Polizeidirektorin Sonja Koch-Schulte, Leiterin der Bundespolizeiinspektion Kassel, zum Anlass, den Soldaten einzuladen, um sich persönlich zu bedanken.

Der 26-jährige Feldwebelanwärter fühlte sich sehr geehrt, als er letzte Woche in Begleitung seines Vorgesetzten die Räumlichkeiten der Bundespolizei betrat.

In kleiner Runde schilderte er die Erlebnisse des 29. Oktobers. „Für mich ist es selbstverständlich, in einer solchen Situation zu helfen“, sagt der 26-Jährige über die Vorfälle an jenem Abend. Er musste über sein Handeln nicht lange nachdenken.

Gaffer halfen nicht, sie filmten lieber
Gewundert habe er sich über die zahlreichen, untätigen Zuschauer. Diese zückten sofort ihre Handys, aber nicht um Hilfe zu holen, sondern um die Situation zu filmen.

Aktiver Boxer
In seiner Jugend war er aktiver Boxer. So war es kein Problem, den Angreifer zu überwältigen und zu fixieren, bis die Polizei eintraf, berichtet der gebürtige Südhesse.

Gegen den Täter wurden Strafverfahren wegen des Verdachtes der gefährlichen Körperverletzung und des räuberischen Diebstahls eingeleitet.

In ihrer Dankrede betonte Polizeidirektorin Sonja Koch-Schulte: „Sie haben maßgeblich zur Aufklärung eines Verbrechens beigetragen“.

Zum Abschied formulierte der stellvertretende Dienststellenleiter, Polizeioberrat Rainer Paul, sehr trefflich: „Ein solches Verhalten ist leider nicht selbstverständlich“.

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