Nelli Isinger, Pflegedienstleitung am KKH (von links), Geschäftsführer Ingo Breitmeier, Dr. Torben Jüres, Chefarzt der Inneren Medizin und der Geriatrie und Jens Brendler, Hygienefachkraft am KKH vor der CoViD-Station am KKH. (Foto: KKH)

CoViD-Station im KKH ist bereit

Station 5 C ist für Corona-Patienten reserviert – Abläufe sind gezielt angepasst worden

ALSFELD
Das Krankenhaus des Vogelsbergkreises Alsfeld (KKH) sieht sich gerüstet: Station 5 C ist seit Anfang November für Corona-Patienten und Verdachtsfälle reserviert. „Ein ausgeklügeltes Hygiene- und Personalkonzept garantiert Behandlungsqualität sowie Patienten- und Personalsicherheit“, sagt Ingo Breitmeier, Geschäftsführer des KKH. Das KKH ist im Versorgungsgebiet Fulda-Bad Hersfeld als Level-3-Krankenhaus gelistet – Erst wenn Level-1- und 2-Krankenhäuser an Kapazitätsgrenzen stoßen, muss das KKH Patienten aufnehmen. „Allerdings ist, obwohl in unserem Versorgungsgebiet noch keine hohe Eskalationsstufe ausgewiesen ist, auch das KKH schon mit CoViD-Patienten belegt“, sagt Breitmeier. Dies sei aufgrund der Auslastung anderer Häuser im Gebiet nötig geworden.

Die Lage der umfunktionierten Station ist günstig gewählt: Sie liegt an der Peripherie des KKH. Die Station ist für Patienten reserviert, die entweder eine bestätigte Infektion mit CoViD-19 haben, oder bei denen ein Verdacht vorliegt und das Testergebnis noch aussteht. „Aufgrund der sich abzeichnenden Lage hat das KKH schon früh damit begonnen, entsprechende Kapazitäten aufzubauen“, sagt der Geschäftsführer. Man habe die vergangenen, etwas ruhiger verlaufenen Sommermonate genutzt und intensiv daran gearbeitet, für eventuell steigende Fallzahlen vorbereitet zu sein. Diese Entwicklung sei bedauerlicherweise nun eingetreten, „doch durch die umfangreiche Vorbereitung kann nun entsprechend agiert werden“, betont Breitmeier.

Die Station 5 C ist angegliedert an die Abteilung „Innere Medizin“. „CoViD-19 zeigt überwiegend ein internistisches Krankheitsbild – die Ansiedlung in diesem Bereich bietet also Vorteile für die Behandlung – medizinisches Know-how und logistische Erleichterungen spielen hier eine Rolle“, sagt Dr. Torben Jüres, Chefarzt der Inneren Medizin und der Geriatrie. Zwar seien durch die Infektionen im Frühjahr medizinische Erkenntnisse gesammelt worden, die für bessere Behandlung sorgten, trotzdem berge eine Corona-Infektion ausgesprochen viele Gefahren, ergänzt der Mediziner.

Da die umgewidmete Privatpatienten-Station auch über Einzelzimmer verfügt, ist die Isolation infektiöser Patienten unkomplizierter umzusetzen. „Für die CoViD-Station wurde ein tragfähiges und engmaschiges Hygienekonzept erarbeitet: Schutzkleidung und Hygienematerial für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein Schleusenbereich für die gesamte Station und regelmäßige Corona-Screening-Tests sind nur einige der Punkte, die hier umgesetzt werden“, sagt Jens Brendler, Hygienefachkraft am KKH.

Das Team, das die Patienten mit Corona-Verdacht oder –Infektion pflegt, rekrutiert sich aus Fachkräften des Hauses, die sich freiwillig gemeldet haben. „Mitarbeiter aus Risikogruppen oder mit Vorerkrankungen sind somit außen vor. Alle Pflegekräfte, die nun auf der CoViD-Station eingesetzt werden, wurden arbeitsmedizinisch untersucht und speziell geschult“, sagt Pflegedienstleitung Nelli Isinger. Das personelle Konzept sei ausgearbeitet und biete momentan auch noch bei steigenden Fallzahlen genügend Flexibilität.

Momentan gibt es auf der speziellen Station sechs Zimmer, „allerdings gibt es Rückfallstufen. Bei Bedarf kann die Station zeitnah und der Lage entsprechend erweitert werden. Wir sind gut gerüstet, auch bei steigenden Zahlen“, sagt der Geschäftsführer. Insgesamt könne das KKH dann 12 Patienten auf einer Isolationsstation unterbringen. „Intensivmedizinisch kann das KKH aktuell einen CoViD-Patienten versorgen“, ergänzt Breitmeier. Allerdings könne im Bedarfsfall die Kapazität für Intensivpatienten erweitert werden. Dafür habe das KKH auch ein Konzept hinterlegt. Wie sich die Gesamtlage entwickle, sei allerdings schwer abzuschätzen, deshalb „gibt es unter den Krankenhäusern im Versorgungsgebiet eine enge Abstimmung und zielgerichtete Zusammenarbeit“, sagt Breitmeier abschließend.

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