Ungesicherte Gasflaschen auf einem Lkw. (Foto: Polizeipräsidium Mittelhessen)

Gießen, Reiskirchen und Lich: Verkehrskontrollen von Polizei und Ordnungsamt

Gasflaschen ohne jegliche Sicherung auf der Ladefläche eines Lkw

GIESSEN
Unterstützt von Kolleginnen und Kollegen der Bereitschaftspolizei sowie Mitarbeitern des Kontrollteams „Gefahrgut“ des Ordnungsamtes der Stadt Gießen führte der Regionale Verkehrsdienst Gießen mehrere Verkehrskontrollen durch.

Mit gefälschtem Führerschein unterwegs
In der Licherstraße stoppten die Ordnungshüter 24 Lkw, 10 Pkw sowie einen Roller. 14 Insassen von Fahrzeugen hatten den Sicherheitsgurt nicht angelegt. Zweimal bemängelten die Kontrolleure den Transport von Gefahrgut. In einem Fall lagen Gasflaschen ohne jegliche Sicherung auf der Ladefläche eines Lkw. Nachdem der Fahrer diese sicher verstaut hatte, durfte er seine Fahrt fortsetzen. Ihn und den verantwortlichen Verlader erwarten nun Anzeigen nach dem Gefahrgutrecht. Der polnische Fahrer eines Kleintransporters händigte den Polizisten einen britischen Führerschein aus. Eine erste Vermutung, dass mit diesem Dokument etwas nicht stimmte, bestätigte die eingehende Untersuchung der Urkundenprüfstelle des Polizeipräsidiums Mittelhessen: Es handelte sich um eine Totalfälschung. Auf den Polen kommen nun Strafanzeigen wegen Urkundenfälschung sowie Fahren ohne die erforderliche Fahrerlaubnis zu.

In Reiskichen-Lindenstruth richteten die Ordnungshüter ihren Fokus auf die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten. In der „Alsfelder Straße“, außerhalb geschlossener Ortschaften, sind für Pkw 100 km/h – für Lkw über 7,5 Tonnen 60 km/h erlaubt. Hier kam eine Laserpistole zum Einsatz. Nach der Messung wurden die Schnellfahrer sofort angehalten und mit dem Verstoß konfrontiert. Fünf Lkw-Fahrer waren zu flott unterwegs. Die gemessenen Geschwindigkeiten erreichten maximal 74 km/h und lagen allesamt in einem moderaten Bereich, die mit einem Verwarnungsgeld bis zu 25 Euro geahndet werden.

Mit dem Handy am Ohr unterwegs
Anders sah es bei den Pkw-Fahrern aus. Insgesamt 13 hielten sich nicht an die 100 km/h und mussten gestoppt werden. Die beiden Schnellfahrer dieser Kontrolle brachten es auf 126 und 127 „Sachen“. Für sie werden Bußgelder in Höhe von 80 Euro sowie jeweils ein Punkt in Flensburg fällig. An dieser Kontrollstelle gingen den Ordnungshütern drei Gurtmuffel sowie drei Fahrzeugführer, die ihre Finger nicht von den Mobiltelefonen lassen konnten, ins Netz. Der Gurtverstoß schlägt mit 30 Euro, der Handy-Verstoß mit 100 Euro und einem Punkt zu Buche.

Marihuana-Geruch in seinem Wagen
Auf zwei Lkw-Fahrer kommen Verstöße gegen die Sozialvorschriften zu – sie hatten die geforderten Tageskontrollblätter nicht mitgeführt. Einem Autofahrer wurde der intensive Marihuana-Geruch in seinem Wagen zum Verhängnis. Im Auto entdeckten die Polizisten ein Tütchen mit Resten der Droge. Letztlich gab der Fahrer zu, kurz vor Antritt der Fahrt gekifft zu haben. Es folgte eine Blutentnahme sowie eine Anzeige wegen des Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.

Abgelaufene Hauptuntersuchung (TÜV)
In Lich lag der Fokus auf Handy- und Gurtverstöße. 12 Mal erwischte es Insassen, die ihren Sicherheitsgurt nicht angelegt hatten. Drei Fahrer benutzten ihr Mobiltelefon am Steuer. An zwei Fahrzeugen bemängelten die Polizisten die bereits abgelaufene Hauptuntersuchung (TÜV). Gegen einen rumänischen Autofahrer liegt ein Verstoß nach dem Kraftfahrzeugsteuergesetz vor. Obwohl er bereits mehrere Jahre einen festen Wohnsitz in Deutschland hat, fuhr er immer noch mit einer rumänischen Zulassung.

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