Archivfoto: Crönlein/GBS News-Online

Straßenbaumaßnahme in der Schellengasse in Alsfeld werden fortgeführt

Fortführung der Straßenbaumaßnahme ab heute in den noch ausstehenden Bauabschnitten

ALSFELD
Bereits im April letzten Jahres wurde in Alsfeld mit den umfangreichen Bauarbeiten im Rahmen einer Gemeinschaftsbaumaßnahme der Stadt Alsfeld, der Stadtwerke Alsfeld und Hessen Mobil, dem Straßen- und Verkehrsmanagement des Landes Hessen an der B 62 „Schellengasse“ begonnen.

Bis zur witterungsbedingten Winterunterbrechung wurde bereits ein wichtiges Etappenziel erreicht, sodass die Befahrbarkeit der B 62 vorübergehend wieder ermöglicht werden konnte. Bislang wurden die beiden ersten Bauabschnitte von der Ampelanlage am Ludwigsplatz bis zur Ampelanlage an der Landgraf-Hermann-Straße einschließlich der Asphalttrag- und Asphaltbinderschicht fertiggestellt. Auch im dritten Bauabschnitt wurde bereits ein kurzer Teilabschnitt von ca. 35 m im Anschluss an die Landgraf-Hermann-Straße ebenfalls bis auf die Deckschicht hergestellt. Die notwendigen Kanal- und Wasserleitungsarbeiten sind in diesen Abschnitten ebenfalls weitestgehend abgeschlossen.

Vollsperrung ist dabei wiederum umumgänglich
Da sich die Wetterlage aktuell stabilisiert, ist vorgesehen, mit der Fortführung der Straßenbaumaßnahme ab heute in den noch ausstehenden Bauabschnitten zu starten. Eine Vollsperrung ist dabei wiederum umumgänglich. Im Rahmen des aufwendigen Aufbaus der Verkehrssicherung kann es bereits ab Montag, den 01.03.2021 zu Einschränkungen im Verkehrsablauf kommen.

Bisherige Umleitungsführung wird weitestgehend beibehalten
Ende Januar wurde die vorgesehene Verkehrsführung mit allen am Bau beteiligten Institutionen, also der federführenden Straßenverkehrsbehörde des Vogelsbergkreises, der Stadt Alsfeld, der Polizei und Hessen Mobil als Straßenbaubehörde erneut evaluiert. Im Ergebnis wurde jedoch einvernehmlich festgelegt, dass die bisherige Umleitungsführung weitestgehend beibehalten wird. Für die Fahrtrichtung Marburg kann der Verkehr für die noch ausstehenden Bauabschnitte innerörtlich umgeleitet werden.

Verkehrsführung mit Umleitung über die A 5
Für den Schwerverkehr hat dies wiederum eine sehr umfangreiche und weiträumige Verkehrsführung mit Umleitung über die A 5 zur Folge. Für den PKW-Verkehr gibt es je nach Fahrtrichtung separat ausgewiesene Umleitungsstrecken. In Fahrtrichtung Marburg erfolgt diese, wie bereits erwähnt, innerörtlich und in Richtung Alsfeld verläuft die Umleitung ab Ober-Gleen über Heimertshausen und Zell nach Romrod und von dort weiter nach Alsfeld. Verkehrsteilnehmer mit dem weiteren Ziel Bad Hersfeld werden anschließend über Altenburg zur B 254 geleitet.

Selbstverständlich wird die Hinweisbeschilderung zum Corona-Impfzentrum in Alsfeld an die Umleitungssituation angepaßt.

Bundesstraße auf einer Länge von ca. 600 m erneuert
Im Rahmen der Gesamtbaumaßnahme wird die Bundesstraße auf einer Länge von ca. 600 m zwischen dem Ludwigsplatz und der Brücke über die Schwalm von Grund auf erneuert. Das bedeutet, dass die Fahrbahn einen neuen Aufbau aus einer Frostschutzschicht sowie Asphalttrag-, Binder- und Deckschicht nach den heutigen verkehrlichen Erfordernissen erhält. Die Rinnenanlage wird auf dem Abschnitt ebenfalls punktuell mit erneuert. Zusätzlich erfolgen umfangreiche Arbeiten an den Kanal- und Wasserleitungen durch die Stadt Alsfeld bzw. durch die Stadtwerke Alsfeld.

Um die Einschränkungen für alle Betroffenen, so auch die Gewerbetreibenden und deren Kundschaft möglichst gering zu halten, werden die Arbeiten in fünf einzelne Bauabschnitte unterteilt. Zufahrtsmöglichkeiten für Anlieger, Anwohner sowie zu den Geschäften und Gewerbebetrieben können dadurch zumindest aus einer Richtung weitestgehend gewährleistet werden. Des Weiteren ist der Einbau der Asphaltdeckschicht sonntags vorgesehen.

Doch nicht nur die bauliche Erneuerung der schadhaften Fahrbahn bzw. der Versorgungsleitungen sind erforderlich. In Alsfeld wurden in der Vergangenheit mittels verschiedener Messungen temporär hohe Stickstoffbelastungen festgestellt. Im Rahmen eines Pilotprojektes wagt Hessen Mobil nun mit einem innovativen Lösungsansatz in Alsfeld einen neuen Weg bei der Umsetzung von Straßenbaumaßnahmen. Zur Luftreinhaltung besteht in Deutschland seit geraumer Zeit die Möglichkeit, ein mit Titandioxid versetztes Abstreumaterial auf die Asphaltoberfläche aufzubringen. Wird diese Oberfläche mit UV-haltigem Sonnenlicht bestrahlt, oxidieren dabei die Schadstoffe und werden somit der Luft entzogen. Das Verfahren beruht auf der sogenannten Photokatalyse – man kann hier von einer Art Selbstreinigungseffekt sprechen.

Bund investiert rund 1,7 Millionen
Mit einer Gesamtsumme von ca. 1,7 Mio. Euro investiert die Bundesrepublik Deutschland somit nicht nur in die Erhaltung der Infrastruktur, sondern leistet durch diese erfolgversprechende Vorgehensweise einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Luftschadstoffe in Innenstädten. Mobile Messeinrichtungen dokumentieren und überprüfen dabei die photokatalytische Aktivität der verwendeten Baustoffe.

Sofern die noch ausstehenden Bauabschnitte wie geplant abgewickelt werden können, soll die Maßnahme bis Ende Oktober 2021 abgeschlossen werden.

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