Foto: Crönlein/GBS News-Online

Spatenstich für Rettungswache Herbstein

Neubau der Rettungswache für 1,2 Millionen Euro Herbstein hat begonnen

HERBSTEIN
Auf dem Grundstück in der Hessenstraße 13 in Herbstein haben bereits die Vorarbeiten für einen Neubau begonnen. Dort wird mit einer Gesamtfläche von 358 Quadratmetern eine moderne Rettungswache entstehen. Bauherr ist der DRK Rettungsdienst Mittelhessen (RDMH). Den offiziellen Auftakt für das Neubauprojekt bildete ein Ortstermin auf dem neuen Grundstück, zu dem neben Vertretern des RDMH unter anderem Landrat Manfred Görig, Herbsteins Bürgermeister Bernhard Ziegler und Walter Ritz von der Sparkasse Oberhessen gekommen waren.

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Landrat Manfred Görig (SPD).

„Wir sind seit einigen Jahren dabei, die rettungsdienstliche Versorgung im Vogelsbergkreis auf den Weg zu bringen. Nun wird es langsam sichtbar, was wir tun“, so Landrat Manfred Görig (SPD). Die neue Rettungswache wird eine provisorische Lösung beenden, die seit Juni 2016 besteht. „Um die Hilfsfristen im Vogelsbergkreis zu verbessern, wurde damals ein Wachenstandort in Herbstein beschlossen. „Wir brauchen auch hier in Herbstein eine Rettungswache“, so der Landrat. Mit der neuen Wache in Herbstein wird die rettungsdienstliche Versorgung weiter verbessert. Am neuen Standort an der Hessenstraße ist die Verkehrsanbindung ideal“, sagt Landrat Manfred Görig (SPD). „Somit kann seit 2018 daran auch richtig gearbeitet werden, dass man das, was provisorisch ist, jetzt in Stein meißelt und die Rettungswache auf Dauer bestehen bleibt“, so der Landrat. In den kommenden Wochen wird es noch zu weiteren Spatenstichen an anderen Stellen kommen, „um zu zeigen, dass wir viele Rettungswachen neu bauen.“ So verwies der Landrat beispielsweise auf den schon bestehenden Neubau einer Rettungswache in Kirtorf, wir berichteten hier.

Landrat Manfred Görig betonte, dass man viel besser geworden sei. „Wir waren mal knapp über 60 % Abdeckung bei der 10-Minuten-Frist, nun sind wir bei rund 90 %.“ Es zeige, dass man mit der Planung die rettungsdienstliche Versorgung in einem ländlichen Raum erheblich verbessert habe. Über 950 Einsätze im Jahr habe es gegeben, was deutlich macht, dass diese Wache erforderlich ist.

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Bernhard Ziegler, Bürgermeister der Stadt Herbstein

Bernhard Ziegler (parteilos), Bürgermeister der Stadt Herbstein bedankte sich bei den Rettungskräften, die seither viele Einsätze bewältigt haben. „Die Bürger von Herbstein fühlen sich gut aufgehoben, dafür meinen Dank an den Rettungsdienst.“ Auf den Tag genau, am 1. Juni 2016 hatte man das Provisorium in der Volksbank eingerichtet. „Wir sind froh, dass der Rettungsdienst sichergestellt ist. Was früher ausreichend war, ist es heute längst nicht mehr“, so Bernhard Ziegler. Wichtig sei, dass die Versorgungsgruppen geschlossen sind. Bürgermeister Bernhard Ziegler: „Ich darf auch die Grüße von der Volksbank ausrichten für die gute Zusammenarbeit des Rettungsdienstes in der bisherigen Bleibe.“

Bisher ist die Rettungswache in den Räumlichkeiten der Volksbank Lauterbach-Schlitz untergebracht. Ein Fahrzeug wird dort rund um die Uhr durch Mitarbeitende des RDMH besetzt. „Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort bedeutet die neue Wache eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen“, erklärt Markus Müller, Geschäftsführer des RDMH.

Mit der direkten Lage an der Bundestraße 275 bietet das rund 1.000 Quadratmeter große Grundstück zudem optimale Ausrückebedingungen. Die Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen wird direkt an der Straße stehen, um eine schnelle und einfache Ein- und Ausfahrt gewährleisten zu können. Neben den notwendigen Lagerräumen und einer Hygieneschleuse wird die Rettungswache über Umkleide- und Ruheräume, einen großen Aufenthaltsraum mit Einbauküche und Arbeitsplatz sowie einer Terrasse für die Mitarbeitenden verfügen. Die Aufenthalts- und Funktionsräume der Wache werden ebenerdig angeordnet, was einen schnellen Zugang zur angegliederten Fahrzeughalle ermöglicht.

Der RDMH hat bereits einige Erfahrung mit Neubauprojekten. In den vergangenen Jahren wurden in den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Gießen zahlreiche Wachen-Standorte neu gebaut. Im Vogelsbergkreis hat der mittelhessische Rettungsdienst zuletzt im Juli 2020 die neu errichtete Rettungswache in Kirtorf eingeweiht, wir berichteten hier. Alle neuen Standorte sind in einer ähnlichen Bauweise entstanden, auch in Herbstein wird ein Großteil der Ausstattung analog zu den anderen Standorten umgesetzt. „Für unsere Wachenstandorte im Vogelsbergkreis stehen noch weitere Neubauten an. Fast parallel zu Herbstein beginnen wir in Homberg/Ohm. Dort wird eine Rettungswache baugleich zur Wache in Herbstein entstehen“, sagt Müller.

Für die Umsetzung des Bauprojektes entschied sich der DRK Rettungsdienst Mittelhessen nach Ausschreibung für eine bewährte Kooperation: Mit ARTEC Architekten (Marburg) und C + P Schlüsselfertiges Bauen GmbH & Co.KG hat der RDMH bereits andere Wachenneubauten geplant und umgesetzt. Die Fertigstellung des Gebäudes wird voraussichtlich Ende des Jahres erfolgen. Die Kosten des Bauprojektes belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro.

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Matthias Acker, Christmann & Pfeifer Construction GmbH & Co. KG

Zu dem Fertigstellungstermin erklärte Generalunternehmer Matthias Acker, Christmann & Pfeifer Construction GmbH & Co. KG: „Wir hatten schon begonnen, dann hat sich länger nichts getan. Das hat damit zu tun, das wir die Verfügbarkeit wegen Schotter im Steinbruch abgefragt haben. Auf die nächste Zeit sei alles ausgebucht. Man könne erst Ende Juni Schotter liefern.“ So habe man kurzfristig Schotter aus dem Dannenröder Forst gekauft. So konnte man den Platz mit Schotter auffüllen. Zu der Auftragsvergabe führt Acker an, dass Aufträge an heimische Firmen vergeben werden. „Da wo wir bauen, da soll das Geld möglichst bleiben, so Ackers Philosophie. Das Ziel sei es, Ende des Jahres die Wache einzuweihen.

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