Foto: Crönlein/GBS News-Online

Kein Stillstand bei den Eisenbahnfreunde Treysa

Pandemie hat den Verein zurückgeworfen – Fahrtenlose Zeit für Instandsetzungsarbeiten genutzt

Von Karl-Ernst Crönlein

TREYSA
Sonderfahrten können die Eisenbahnfreunde Treysa derzeit wegen Corona nicht anbieten. Das heißt aber nicht, dass es einen Stillstand im Verein gäbe. Natürlich fehlt das, was den Verein für viele Eisenbahnfreunde ausmacht: die Fahrten. So stehen die Waggons auf dem ehemaligen Bahnbetriebswerk Treysa menschenleer. Nicht ganz! Ein paar Menschen findet man doch in den Eisenbahnwagen. Aktive Vereinsmitglieder, die die Waggons aufpeppen und Defektes reparieren.

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Mit der 52 8106 geht es langsam voran
Auch in der Halle wird fleißig gewerkelt. Die 52 8106 ist zwar noch nicht fahrbereit, aber es geht langsam voran. So ist am Führerhaus viel geschehen. „Da sind einige Kollegen dran“, sagt Julian Hampel. Während der Verein noch auf den Termin mit der Fachwerkstatt für die Kesselsanierung wartet, haben die Vereinsmitglieder andere Arbeiten in Angriff genommen. An vielen Stellen hatte der Zahn der Zeit am alten Blech genagt, viele Stücke mussten ersetzt werden. Manchen Verfall stellt man erst fest, wenn die angebauten Armaturen demontiert werden. Dank vieler Spenden sind die Fortschritte am Führerhaus unübersehbar. „Wir haben das Ziel, spätestens 2024/2025 die 52 8106 in Betrieb zu nehmen“, so Julian Hampel. Das Ziel sei realistisch und machbar.

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Pandemie hat den Verein zurückgeworfen
Dennoch hat die Pandemie den Verein zurückgeworfen. Die Reserven, die für die Instandsetzung der vereinseigenen Lok vorgesehen waren, müssen nun für die Geländekosten, wie Miete, Wasser, Strom und die Anschluss-Infrastruktur für die DB Netz eingesetzt werden. Umso mehr ist der Verein auf Spenden angewiesen. Derzeit läuft der Vorverkauf des neuen Kalenders für 2022 sehr gut. In ein paar Tagen ist der Kalender auch lieferbar.

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Neue Hebebockanlage und Akkuschleppfahrzeug
Ende letzten Jahres erwarb der Verein eine Hebebockanlage, die endlich in Betrieb genommen werden konnte. Dazu waren diverse Anpassungsarbeiten im Lokschuppen notwendig. So musste der Fußboden, der vermutlich noch aus der Bauzeit des Lokschuppens stammt und keinesfalls so eben ist, wie es für den Betrieb der Anlage erforderlich ist, ausgebessert werden. Es bedurfte einiger Arbeitsstunden und vieler ungenannten Helfer, um unter Pandemie-Bedingungen die Voraussetzungen am Boden und an der Elektrik zu schaffen. Ein Privatmann stellt dem Verein ein ASF 117 zur Verfügung. Das ASF 117 ist ein kleines, schienengebundenes Batterie-elektrisch angetriebenes Schleppfahrzeug für den innerbetrieblichen Rangier- und Verschiebedienst. Damit kann der Verein für die Wartungsarbeiten besser rangieren.

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Sitze ausgetauscht und Kaputtes repariert
Die Geländepflege darf auch nicht zu kurz kommen. Und wo wir schon bei dem Thema Pflege sind, in den Waggons wurden die Sitze ausgetauscht und Kaputtes repariert. Ganz schön viel Arbeit, die die aktiven Vereinsmitglieder machen, damit sich die Fahrgäste auf den hoffentlich bald nächsten Fahrten wohlfühlen können. So nutzt man also die durch Corona-bedingte Fahrpausen, um auf dem Vereinsgelände das eine oder andere liegen gebliebene zu erledigen. Etwas eingeschränkt bedingt durch die Pandemie können immer nur wenige aktive Vereinsmitglieder tätig sein. In Zeiten, wo der Fahrbetrieb stattfindet, muss vieles geplant und organisiert werden, meistens mit dem gleichen Personal, das derzeit auf dem Vereinsgelände tätig ist. Das sind dann pro Fahrt rund drei Wochen intensive Arbeit. „Es ist eine besondere Situation, die man so nicht kennt. Es war für uns ein Schlag, als es hieß, ab jetzt ist erst einmal Schluss mit Veranstaltungen“, sagt Julian Hampel.

Derzeit bereitet der Verein Fahrten im Herbst vor. Ob und unter welchen Auflagen (wie z. B. Maskenpflicht etc.) die jeweiligen Fahrten stattfinden können, steht ca. 4 Wochen vor der Fahrt fest.

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