Symbolfoto: pixabay

Für solche „Kollegen“ schämt man sich

Journalist versucht Polizeigewalt zu provozieren – Bundespolizeibeamte sollten für Videoaufnahmen bei Kontrolle angegriffen und geschlagen werden

WUPPERTAL
Für solche „Kollegen“ schämen wir uns, obwohl wir diesen Herrn persönlich nicht kennen und auch beruflich nichts mit ihm zutun haben. So ein Verhalten hat nichts mit serösem Journalismus zu tun; und wir verurteilen solche Machenschaften aufs Schärfste. Und ja, wir schreiben absichtlich „Kollegen“ in Anführungszeichen, denn das geht gar nicht.

Was war geschehen?
Ein „freier Journalist“ sprach im Wuppertaler Hauptbahnhof drei ausländische Reisende an. Sie sollten dort eine Streife der Bundespolizei angreifen. Dies wollte der Journalist videografieren und als „Beweis für Polizeigewalt“ nutzen. Nun muss er sich für die Anstiftung eines Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verantworten.

Am Sonntag (31. Oktober 2021), gegen 13.30 Uhr, überprüfte eine Streife der Bundespolizei einen griechischen und zwei afghanische Staatsangehörige im Wuppertaler Hauptbahnhof.

Während der routinemäßigen Polizeikontrolle bemerkten die Bundespolizisten einen Mann, der die Einsatzmaßnahme filmte. Darauf angesprochen versuchte er zu flüchten, was schließlich misslang. Von den Polizeibeamten gestellt, versuchte der Beschuldigte durch lautes Schreien andere Reisende auf sich aufmerksam zu machen, er sei ein Opfer von Polizeigewalt.

Die drei kontrollierten Reisenden gaben an, dass sie kurz zuvor auf dem Bahnsteig durch den Mann angesprochen wurden. Dabei soll er diese aufgefordert haben, eine Streife der Bundespolizei anzugreifen und zu schlagen, um diese Auseinandersetzung als „Beweis für Polizeigewalt“ mit seinem Mobiltelefon filmen zu können.

Die drei Reisenden lehnten das Vorhaben ab und wollten nicht weiter von dem Beschuldigten belästigt werden.

Bei dem Mann handelt es sich um einen 39-Jährigen „freien Journalisten“ mit Wohnsitz in Bonn. Er zeigte sich während der gesamten Situation sehr unkooperativ und machte keinen Hehl daraus, dass er „ein Problem mit der Bundespolizei“ habe.

Der Bonner hatte in der Vergangenheit mehrfach – u.a. mit Social-Media-Veröffentlichungen – behauptet, Opfer von Polizeigewalt gewesen zu sein.

Nun muss er sich für die Anstiftung eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte strafrechtlich verantworten.

Anmerkung der Redaktion: Iakzeptabeles Verhalten
Ein solche Verhalten lehnen wir grundsätzlich ab. Ja, freie Journalisten haben es nicht einfach. Aber wer zu solchen Mitteln greift, der hat jeglichen Respekt und Selbstachtung verloren. Wir von GBS News-Online haben zu den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten im Bereich des Polizeipräsidium Osthessen ein sehr gutes Verhältnis. Und das soll auch so bleiben. Und ja, es ist nicht immer einfach, besonders bei Einsätzen schnell an gesicherte Informationen zu kommen. Gerade durch den Zeitdruck, der durch Mitbewerber aufgebaut wird. So geht auch mal etwas daneben. Dabei haben wir immer eins vor Augen: Bei uns arbeiten Menschen und bei der Polizei auch. Jedoch, so ein Verhalten des „Kollegen“ geht gar nicht.

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